„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegt unser Wachstum und unsere Freiheit.“
– Viktor E. Frankl
Stress gehört für viele Frauen im Alltag längst zum Dauerzustand – vor allem dann, wenn sie in ihrer Rolle als Lehrerin, Mama oder Führungskraft täglich für andere funktionieren. Die Gedanken kreisen, To-do-Listen werden länger, der Körper ist angespannt, Pausen geraten zur Ausnahme.
Achtsamkeit ist kein Zauberwort – aber ein kraftvoller Schlüssel, um aus diesem Kreislauf auszusteigen. Es geht nicht darum, den Stress „wegzumachen“, sondern ihm bewusster zu begegnen. Achtsamkeit hilft dir, zurück in den Moment zu kommen, deinen Körper wieder zu spüren und deinem Geist eine Pause zu gönnen.
Praktische Tools zur Umsetzung im Alltag:
1. Der 3-Minuten-Achtsamkeitsanker
Setze oder stelle dich bewusst hin. Spüre deine Füße auf dem Boden. Atme tief ein – zähle bis vier. Halte kurz inne. Atme aus – zähle bis sechs. Wiederhole das drei Mal. Spüre nach: Wie geht es mir gerade wirklich?
2. Achtsame Übergänge schaffen
Bevor du von einer Aufgabe zur nächsten hetzt, nimm dir 30 Sekunden für einen bewussten Übergang: Augen schließen, atmen, loslassen. Frage dich: Was lasse ich jetzt hinter mir? Womit starte ich neu?
3. Das Alltagsritual der Sinne
Wähle eine alltägliche Handlung (z. B. Zähneputzen, Tee trinken, Duschen) und erlebe sie mit voller Aufmerksamkeit. Was riechst du? Was spürst du? Was hörst du? Achtsamkeit beginnt im Kleinen – aber sie wirkt tief.
Fazit:
Achtsamkeit ist kein Luxus, sondern eine liebevolle Entscheidung für dich selbst. Sie hilft dir, wieder in Verbindung mit deinem Körper, deinen Bedürfnissen und deiner inneren Ruhe zu kommen – auch inmitten eines vollen Alltags.
Du musst nicht mehr tun. Du darfst nur wieder mehr sein.


