„Der Mut, Nein zu sagen, ist der erste Schritt zu einem selbstbestimmten Leben.“
– Unbekannt
Viele Frauen, die in sozialen oder verantwortungsvollen Berufen arbeiten – wie Lehrerinnen, Erzieherinnen oder Führungskräfte – tragen viel für andere. Sie halten zusammen, denken mit, kümmern sich, organisieren, funktionieren. Dabei verlieren sie oft sich selbst – und merken erst spät, dass die innere Balance längst ins Wanken geraten ist.
Work-Life-Balance bedeutet nicht, alles perfekt unter einen Hut zu bekommen. Es bedeutet, sich Raum zu nehmen – für dich, für deine Bedürfnisse, für dein Wohlbefinden. Und das beginnt mit einem liebevollen, aber klaren „Nein“, wenn dein Körper und deine Seele längst rufen: „Es ist zu viel.“
Praktische Tools zur Umsetzung im Alltag:
1. Das „Nein“-Tagebuch
Schreibe eine Woche lang auf, in welchen Situationen du „Ja“ gesagt hast, obwohl du „Nein“ meintest. Reflektiere: Warum fiel mir das Nein schwer? Was hätte ich gebraucht, um klarer zu kommunizieren?
2. Die Balance-Check-In-Frage
Stelle dir jeden Morgen die Frage: Was brauche ich heute, damit ich mich am Abend nicht leer, sondern genährt fühle? – und plane mindestens eine kleine Sache bewusst ein.
3. Grenzen in Worten üben
Formuliere einen Satz, den du in der nächsten Situation nutzen kannst, z. B.:
– „Ich verstehe dein Anliegen – und trotzdem brauche ich gerade eine Pause.“
– „Ich bin gerade nicht in der Kapazität, das zu übernehmen.“
– „Nein – und danke, dass du mich gefragt hast.“
Fazit:
Grenzen zu setzen bedeutet nicht, egoistisch zu sein – es heißt, dich selbst genauso ernst zu nehmen wie andere. Nur wenn du deine Energie schützt, kannst du wirklich geben – aus vollem Herzen und ohne dich dabei zu verlieren.
Dein Leben darf sich leicht anfühlen. Und du darfst dich selbst an erste Stelle setzen.


